CAS Alterspolitik (ersetzt CAS Altern im gesellschaftlichen Kontext)
Ethische und politische Fragen des Alterns: Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur

Beschreibung und Konzeption

Im Fokus des CAS stehen aktuelle Problem- und Fragestellungen der Lebensgestaltung im Alter, die in zentraler Weise den öffentlichen Raum und damit auch die Politik betreffen. Wir beschäftigen uns mit Fragen wie beispielsweise:

  • Inwieweit stehen öffentliche Räume älteren Menschen offen?
  • Inwieweit fühlen sich ältere Menschen motiviert, die öffentlichen Räume mit ihrem Wissen mitzugestalten, in öffentlichen Räumen Mitverantwortung zu übernehmen?
  • Inwieweit sind die öffentlichen Räume altersfreundlich gestaltet und regen somit zum mitverantwortlichen Leben auch im Alter an?

Wir sind sowohl als Individuen als auch als Gesellschaft gefordert, Antworten auf diese Fragen zu finden. Basis für unsere Bearbeitung dieser Fragen bilden Konstrukte und Konzeptionen aus der politischen Philosophie – allen voran solche aus der politischen Theorie von Hannah Arendt. Im Sinne Arendts bedeutet Leben «unter Menschen sein». Das wiederum bedeutet, im öffentlichen Raum zu stehen und in diesem mitverantwortlich zu handeln. Dies gerade auch im hohen Alter. In diesem Zusammenhang stellen sich Fragen wie:

  • Inwieweit beziehen wir ältere Menschen in dieses Handeln ein?
  • Inwieweit nehmen wir sie auch dann als Handelnde wahr, wenn sich bei ihnen ein höheres Mass an Verletzlichkeit zeigt?
  • Inwieweit erkennen wir auch die Stärken und Kräfte des Alters und sprechen dieses gezielt an?

Die Teilnahme am CAS ermöglicht es Ihnen, solche und andere Alters- und Alternsfragen vor dem Hintergrund philosophischer Ansätze einzuordnen und zu reflektieren.

Ziele (zu erwerbende Kompetenzen)

  • Sie sind vertraut mit politischen Konzeptionen einer altersfreundlichen Lebens- und Umweltgestaltung und können diese in politische Theorien (so zum Beispiel in jene von Hannah Arendt) einordnen.
  • Sie sind mit zentralen ethischen Fragestellungen vertraut, die sich mit Blick auf eine altersfreundliche Lebens- und Umweltgestaltung (einschliesslich der Versorgungs- und Dienstleistungsstruktur) ergeben, und sind in der Lage, ethische Herausforderungen und Problemsituationen differenziert wahrzunehmen und zu bearbeiten.
  • Sie sind vertraut mit den wichtigsten internationalen und nationalen Politikdokumenten, in denen die Lebensgestaltung im Alter adressiert wird.
  • Auf der Basis dieses Fundaments, können Sie Fragen der Politik und Ethik des Alters einordnen und reflektieren.
  • Sie können politische Konzepte beurteilen und diese mit Faktenwissen untermauern und wissenschaftlich einordnen.

Inhalte

Dieses Angebot ist im Entstehen begriffen. Es ist eine Neukonzeption des langjährig geführten CAS Altern im gesellschaftlichen Kontext. Das neue Angebot zeichnet sich inhaltlich durch drei Angebotsteile aus:

Politik und Ethik
Aussagen zur politischen Philosophie und ein Grundverständnis von Ethik bilden die Basis und Rahmung des CAS.

Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur
Etablierte Hochschuldozierende aus der Schweiz, aus Deutschland und aus Österreich unterrichten aus der Perspektive unterschiedlicher Disziplinen zu relevanten alterspolitischen Themen.

Alterspolitik und Praxis in der Schweiz
Beraten durch Fachpersonen und Praktiker aus Wirtschaft und Verwaltung, werden aktuell relevante Themen aus der Schweizer Alterspolitik sowie der Wirtschafts- und Sozialpolitik identifiziert und für den Unterricht aufbereitet.

Zielpublikum

Personen, die sich für Alters- und Alternsthemen interessieren und sich mit Fragestellungen auseinandersetzen, welche die Gestaltung des öffentlichen Raumes betreffen. Angesprochen sind hier:

  • Leitungspersonen und Fachleute aus allen Berufsrichtungen.
  • Fach- und Leitungspersonen aus Verwaltung, Beratung und Politik sowie Personen, die in der Administration (von Gemeinden, Kantonen, Parlamenten), in Verbänden oder in Unternehmen tätig sind.
  • Leitungs- und Personalverantwortliche in privatwirtschaftlichen Unternehmen und im öffentlichen Sektor.

Der CAS eignet sich zudem für interessierte Personen, die sich zurzeit noch nicht aktiv mit Alterspolitik auseinandersetzen, diese Auseinandersetzung aber in Zukunft vermehrt suchen wollen.

Lern- und Arbeitsformen

Unsere Lern- und Arbeitsformen betonen Praxisorientierung, Reflexion und die Integration von Fachwissen aus unterschiedlichen Disziplinen und Erfahrungszusammenhängen.

Im Kontaktstudium wird der Unterricht themenspezifisch durch Gruppenarbeiten und praxisrelevante Übungen ergänzt.

In Vorausaufgaben bereiten Sie sich – vor dem Hintergrund Ihrer persönlichen und beruflichen Erfahrung – auf die jeweiligen Themen vor.

In Intervisionsgruppen wird kollegiale Beratung geübt und praktiziert.

Sie bearbeiten ein von Ihnen gewähltes Thema empirisch. Dabei werden Sie individuell unterstützt und begleitet.

Wir fördern systematisch Ihre Selbstlernkompetenz. Zudem wird im Studiengang bewusst mit der Heterogenität der Studierenden bezogen auf ihre berufliche Herkunft gerechnet und gearbeitet.

Zulassung

Beachten Sie bitte unsere allgemeinen Zulassungsbedingungen

Qualifizierung und Kompetenznachweise

Die wichtigsten Kompetenznachweise sind:

  • Vollständige Teilnahme an den Studientagen mit den damit verbundenen Voraus-, Umsetzungs- und – Reflexionsaufgaben
  • Teilnahme an Intervisionsgruppen
  • Schriftliche Abschlussarbeit
  • Mündliche Präsentation im Rahmen der Abschlusstage

Die Studienleistung besteht aus 22-24 Tagen Kontaktstudium (ca. 150 Stunden) und ca. 300 Stunden Selbststudium und Praxistransfer.

Titel und Abschluss

Certificate of Advanced Studies (CAS) Berner Fachhochschule in Alterspolitik (15 ETCS-Credits).

Dozierende

  • Fachinger Uwe, Prof. Dr., Institut für Gerontologie, Ökonomie und Demographischer Wandel, Universität Vechta
  • Grolimund Daepp Maja, Studienleiterin Institut Alter, Berner Fachhochschule
  • Höpflinger François, Prof. em. Dr., Leitungsmitglied des Zentrums für Gerontologie ZfG, Universität Zürich
  • Kleiner Eva, Mitglied der Sozialbehörde (Ressort: Pflege und Alter), Gemeinde Dürnten
  • Klie Thomas, Prof. Dr. iur., Evangelische Hochschule, Freiburg i.B.
  • Kolland Franz, Ao. Univ. Prof. Dr., Institut für Soziologie, Universität Wien
  • Kruse Andreas, Prof. Dr. Dr. h.c. phil. Dipl. Psych., Institut für Gerontologie, Universität Heidelberg
  • Martensson Birgitta, Geschäftsleiterin Alzheimer Schweiz 2001-2015, Vorstandsmitglied ADI (Alzheimer Disease International) seit 2015
  • Müller Bernhard, Dozent Institut Alter, Berner Fachhochschule
  • Oggier Willy, Dr., Gesundheitsökonomische Beratungen AG, Küsnacht ZH
  • Pott Elisabeth, Prof. Dr., Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln
  • Probst Colombage Marianne, Personalleiterin armasuisse, Bern
  • Schmid Urs, Projektleiter Amt für Wirtschaft und Arbeit und Leiter Mobiles RAV, Kanton Aargau
  • Schubert Herbert, Prof. Dr. phil. Dr. rer. hort. habil., Büro für Forschung und Beratung, Hannover
  • Seidler Christine, Co-Leiterin Kompetenzbereich Dencity, Berner Fachhochschule
  • Starzynski Simona, HR Specialist Diversity & Inclusion, F. Hoffmann-La Roche Ltd, Basel
  • Torben-Nielsen, Karen, Dr. sc. comm., Institut Alter, Berner Fachhochschule
  • von Greyerz Salome, Dr. pharm., Leiterin Abteilung Gesundheitsstrategien, Bundesamt für Gesundheit BAG, Bern
  • Wahl Hans-Werner, Prof. Dr. Abteilungsleiter, Abteilung für Psychologische Alternsforschung, Psychologisches Institut der Universität Heidelberg
  • Zweifel Christina, Leiterin Fachstelle Alter und Familie, Kanton Aargau

Weitere Dozenten und Dozentinnen aus Wirtschaft und Verwaltung

Dieses Angebot ist ein Teil von

Studienleitung

Maja Grolimund Daepp
Institut Alter
maja.grolimunddaeppnoSpam@bfh.ch
Telefon +41 31 848 45 79

Organisation

Isabelle Müller, isabelle.muellernoSpam@bfh.ch, Telefon +41 31 848 36 03

Partner

Ein Angebot des Instituts Alter der Berner Fachhochschule, entwickelt in Kooperation mit dem Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg, Herrn Prof. Dr. Andreas Kruse.

Kosten

CHF 7500.- Änderungen vorbehalten

Durchführung/Kursdaten

22-24 Studientage, Juni 2019 bis März 2020

Datenblatt_CAS_Alterspolitik_2019.pdf

Ort der Veranstaltung

Berner Fachhochschule, Institut Alter, Weiterbildung, Schwarztorstrasse 48, 3007 Bern
Lageplan

Anmeldung

Anmeldeformular

Im Rahmen des Online-Anmeldeprozesses benötigen wir von Ihnen folgende Dokumente (im PDF-Format, max. 1 MB pro Dokument): Diplome, tabellarischer Lebenslauf, Passfoto (im JPG-Format). Bitte laden Sie diese Dokumente auch dann hoch, wenn Sie sie bereits im Rahmen einer anderen Anmeldung eingereicht haben. Haben Sie Fragen oder Probleme bei der Online-Anmeldung? Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.

Anmeldeschluss

7. 5. 2019

Infoveranstaltung

Infoveranstaltung Master-, Diploma-, Zertifikats-Studiengänge des Instituts Alter (Januar 2019)
Infoveranstaltung Master-, Diploma-, Zertifikats-Studiengänge des Instituts Alter (April 2019)
Infoveranstaltung CAS Alterspolitik und CAS Gerontologie (in Zürich)

Code

C-A-4