CAS Altern im gesellschaftlichen Kontext
Kann als Modul des Master of Advanced Studies in Gerontologie «Altern: Lebensgestaltung 50+» angerechnet werden

Beschreibung und Konzeption

Die Einbindung älterer Menschen in die zentralen gesellschaftlichen Diskurse und die Rolle, die ältere Menschen in Wirtschaft, Politik und Bildung spielen, können auch als «Kultur des Alterns» einer Gesellschaft betrachtet werden. Aufgrund der demografischen Entwicklung gewinnen ältere Menschen als soziale Gruppe zunehmend an Bedeutung und können im Prinzip wachsenden Einfluss auf gesellschaftliche Entscheidungsprozesse nehmen. 

Tatsächlich aber werden ältere Menschen im gesellschaftlichen Diskurs nach wie vor oft marginalisiert. Somit bleibt die Aufgabenstellung bestehen, die Anliegen und Interessen älterer Menschen in der Gesellschaft einzubringen und durchzusetzen. Eng damit verknüpft ist die Frage, was die Politik zugunsten älterer Menschen tun kann und welcher Handlungsbedarf im Bereich der gesetzlichen Regulierung besteht. 

Wenn ältere Menschen als soziale Gruppe im Fokus stehen, so bilden jüngere Menschen ihr bedeutendes gesellschaftliches Pendant – dementsprechend ist die Gestaltung von Generationenbeziehungen ebenfalls ein wichtiges Thema dieses CAS.

Ziele (zu erwerbende Kompetenzen)

Sie sind sensibilisiert für jene Alter(n)sfragen, die von der Gesellschaft als Ganzes beantwortet werden müssen. Sie sind mit den Errungenschaften der Alterspolitik vertraut und können alterspolitische Zielsetzungen für die Zukunft formulieren. Sie kennen die Positionen von Verbänden und Interessengruppen, die sich für ältere Menschen einsetzen und können Lösungsansätze und Szenarien formulieren, die dazu beitragen, dass ältere Menschen eine aktive, gestaltende Rolle in Wirtschaft, Politik und Bildung spielen.

Inhalte

Gesellschaftliche Rahmenbedingungen des Alterns

  • Altern im 21. Jahrhundert 
  • Alter und Kultur
  • Soziale Determinanten des Alterns
  • Alter und Sozialraum

Freiwilliges/ehrenamtliches Engagement und gesellschaftliche Partizipation älterer Menschen 

  • Bildungsarbeit und zivilgesellschaftliches Engagement
  • Ressourcen- und Sozialraumorientierung
  • Innovative aktivierende Methoden in der Seniorenbildung
  • Technologische Entwicklungen

Moralisch-ethische Themenstellungen 

  • Diskriminierung (Ageism)
  • Grundfragen gerontologischer Ethik

Alterspolitik 

  • Internationale, nationale und kantonale Standards der Alterspolitik
  • Alter und Migration

Wirtschaft und Recht 

  • Ältere Arbeitnehmende 
  • Rechtliche Aspekte und Welfare-Themen
  • Volkswirtschaftliche Aspekte der demografischen Alterung

Wohnen im Alter

Wissenschaftliches Arbeiten

Zielpublikum

Leitungspersonen und Fachleute aus allen Berufsrichtungen die sich mit dem breiten Themenfeld Alter und Altern anwendungsorientiert auseinandersetzen wollen. 

Lern- und Arbeitsformen

  • Frontalunterricht
  • Gruppenarbeiten
  • begleitetes Selbststudium
  • Aufgaben zur Vor- und Nachbereitung
  • Intervision

Zulassung

Beachten Sie bitte unsere allgemeinen Zulassungsbedingungen

Qualifizierung und Kompetenznachweise

Vollständige Studienpräsenz
Die aktive Auseinandersetzung mit den Studieninhalten in einem sozial-interaktiven Rahmen ist ein Kernelement des Bildungs- und Qualifizierungsprozesses. Die im CAS-Studiengang erworbenen ECTS-Credits sind auf der Basis einer vollständigen Studienpräsenz berechnet.

Schriftlicher Kompetenznachweis
Sie bearbeiten eine selbst gewählte Fragestellung aus dem gerontologischen Praxisfeld anhand einer eigenen empirischen Untersuchung. Dabei setzen Sie sich mit verschiedenen wissenschaftlichen Grundlagen, Theorien, Modellen und Konzepten der Gerontologie auseinander und kontrastieren diese mit den erhobenen Daten. Sie leiten daraus Implikationen für Ihr Theorieverständnis und Konsequenzen für die Praxis ab. Umfang der Arbeit: 20 bis 30 Seiten.

Mündliche Präsentation der Arbeit
Sie stellen der Klasse und der Studienleitung Ihre Arbeit in einer 20-minütigen Präsentation vor und nehmen im Rahmen einer Fachdiskussion zu Klärungs- und Vertiefungsfragten Ihrer Mitstudierenden sowie der Studienleitung fundiert Stellung. 

Kritisches Gegenlesen der Arbeit einer Mitstudentin oder eines Mitstudenten
Sie lesen die schriftliche Arbeit einer Mitstudentin oder eines Mitstudenten kritisch durch und greifen drei fachlich-inhaltliche Problemkreise auf, die Sie der Verfasserin oder dem Verfasser der Arbeit mitteilen. Sie leiten im Rahmen der Transfertage eine Diskussion mit der Klasse und der Studienleitung über diese Problemkreise und entsprechende Verbesserungsmöglichkeiten.

Die Studienleistung besteht aus 24 Tagen Kontaktstudium und ca. 320 Stunden Selbststudium und Praxistransfer.

Titel und Abschluss

Certificate of Advanced Studies (CAS) Berner Fachhochschule in «Altern im gesellschaftlichen Kontext» (15 ETCS-Credits).

Dozierende

  • Bährer-Kohler Sabine, Dr. phil., Dr. Bährer-Kohler+Partner Consulting & Coaching Base
  • Bieri Oliver, Dr. phil., Bereichsleiter Soziale Sicherheit und Integration, Interface Luzern
  • Blaser Regula, Prof. Dr., Berner Fachhochschule, Institut Alter
  • Bohn Felix, dipl. Architekt ETH, zert. Gerontologe INAG, Zürich
  • Brauer Kai, Prof. Dr., Studienbereich Gesundheit & Soziales, Fachhochschule Kärnten
  • Fachinger Uwe, Prof. Dr., Institut für Gerontologie, Ökonomie und Demografischer Wandel, Universität Vechta
  • Grolimund Daepp Maja, lic. rer. pol., Berner Fachhochschule, Institut Alter
  • Hungerbühler Hildegard, Ethnologin, Gerontologin FH, Schweizerisches Rotes Kreuz
  • Klie Thomas, Prof. Dr. iur., Evangelische Hochschule Freiburg i.B.
  • Kolland Franz, Ao. Univ. Prof. Dr., Institut für Soziologie, Universität Wien
  • Kruse Andreas, Prof. Dr. Dr. h..c. phil Dipl. Psych, Institut für Gerontologie, Universität Heidelberg
  • Meidert, Stefanie, lic. phil., Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Winterthur
  • Métrailler Michèle, lic. rer. soc., Berner Fachhochschule, Institut Alter
  • Rüegger Heinz, Dr. theol., MAE, Institut Neumünster, Zollikerberg
  • Schelling, Hans Rudolf, lic. phil. I, Zentrum für Gerontologie, Universität Zürich
  • Springer Werner, Prof. Dr., Institut für Stadtteilentwicklung, Sozialraumorientierte Arbeit und Beratung, Universität Duisburg-Essen
  • Stadelhofer Carmen, Akad. Direktorin a.D., Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung (ZAWiW), Universität Ulm
  • Torben- Nielsen Karen,  Dr. sc. comm., Berner Fachhochschule, Institut Alter
  • Wahl Hans-Werner, Prof. Dr., Abteilungsleiter, Abteilung für Psychologische Alternsforschung, Psychologisches Institut der Universität Heidelberg
  • Wunderle Norman, Prof. lic. phil., Berner Fachhochschule, Fachbereich Wirtschaft

Dieses Angebot ist ein Teil von

Studienleitung

Maja Grolimund Daepp, Studienleiterin, Institut Alter
maja.grolimunddaeppnoSpam@bfh.ch, Telefon +41 31 848 45 79

Organisation

Petra Isenschmid, petra.isenschmidnoSpam@bfh.ch, Telefon +41 31 848 35 31

Partner

Ein Angebot des Instituts Alter der Berner Fachhochschule in Zusammenarbeit mit Pro Senectute Schweiz, Evangelische Fachhochschule Freiburg i.Br., Katholische Fachhochschule Freiburg i.Br.

Kosten

CHF 7 500.- Änderungen vorbehalten

Vergünstigungen

Durchführung/Kursdaten

24 Studientage, Juni 2018 bis Januar 2019

Ort der Veranstaltung

Berner Fachhochschule, Institut Alter, Schwarztorstrasse 48, 3007 Bern

Anmeldeschluss

14. 5. 2018

Anmeldeformular

Im Rahmen des Online-Anmeldeprozesses benötigen wir von Ihnen folgende Dokumente (im PDF-Format, max. 1 MB pro Dokument): Diplome, tabellarischer Lebenslauf, Passfoto (im JPG-Format). Bitte laden Sie diese Dokumente auch dann hoch, wenn Sie sie bereits im Rahmen einer anderen Anmeldung eingereicht haben. Haben Sie Fragen oder Probleme bei der Online-Anmeldung? Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.

Infoveranstaltung

Infoveranstaltung Master-, Diploma-, Zertifikats-Studiengänge des Instituts Alter (in Bern)
Infoveranstaltung Master-, Diploma-, Zertifikats-Studiengänge des Instituts Alter (in Bern)

Unterlagen

CAS Altern im gesellschaftlichen Kontext - Broschüre 

Code

C-A-4