Institut Alter 6. November 2012
Institut Alter
 

Newsletter des Instituts Alter

Der Newsletter des Instituts Alter der Berner Fachhochschule erscheint ca. 5-6 x jährlich und informiert Sie über Aktualitäten aus dem Institut, über Fachbeiträge, laufende Fachdiskussionen und spannende Weiterbildungsangebote. Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre.

Freundliche Grüsse
Elsmarie Stricker, Leiterin Bildung
elsmarie.strickernoSpam@bfh.ch, T +41 31 848 36 73

Im Fokus

Handlungsspielräume im Alter ausloten: Grosse Themenvielfalt unter den Masterarbeiten

Am 26. Oktober 2012 haben erneut über 20 Absolventinnen und Absolventen ihre MAS-Urkunden entgegennehmen können. In empirischen Studien (Masterarbeiten) widmeten sie sich einer Vielzahl von Themen, so unter anderem: «Sterben, Tod und Bestattung von Muslimen», «Entlassungsmanagement in der geriatrischen Rehabilitation im Zeitalter des DRG», «Neue Wohnformen ausserhalb des Heimareals», «Der Gang aufs Amt, wenn das Geld nicht reicht. Die Bedeutung von Zusatzleistungen zur Altersrente für ältere Migrantinnen und Migranten», «Lebensgestaltung von Menschen 50+ mit einer langjährigen Haftstrafe», «Gesundheit von weiblichen Pflegekräften 45+ in der stationären Langzeitpflege».

Mit Alter und Altern beschäftigen sich viele Berufsleute, die anspruchsvolle Positionen in der Planung, Projektleitung, Beratung oder Bildung besetzen oder sich auf entsprechende Aufgaben vorbereiten. Der MAS Gerontologie: Altern – Lebensgestaltung 50+ bietet diesen Verantwortungsträgern die Möglichkeit einer breiten und qualifizierten Weiterbildung.
Der Studiengang basiert auf der Analyse der individuellen und gesellschaftlichen Situation von Menschen ab der Lebensmitte, auf neusten gerontologischen Erkenntnissen in Verbindung mit dem Konzept «Lebensgestaltung». Dieses Konzept legt den Fokus auf die Handlungs- und Gestaltungsspielräume, die sich dem alternden Menschen bieten.
Weiterführende Informationen zum Studiengang

Erster MAS-Abschluss in Gerontologie mit Schwerpunkt Angehörigen- und Freiwilligen-Support

Absolventinnen und Absolventen eines DAS-Studiengangs des Instituts Alter können einen Master of Advanced Studies (MAS) in Gerontologie mit dem jeweiligen Anwendungsschwerpunkt des DAS erwerben. Dieser modulare Weg stösst auf zunehmendes Interesse. Der erste Absolvent mit diesem Bildungsweg hat sein MAS-Studium im Herbst 2012 erfolgreich abgeschlossen.

Beat Steiner war Teilnehmender in der Pionierdurchführung des DAS Angehörigen- und Freiwilligen-Support 2008-2010. Als Sozialarbeiter an der Psychiatrischen Klinik Münsterlingen ist seine berufliche Tätigkeit unter anderem auf das Feld der Angehörigen von Menschen mit psychischen Erkrankungen fokussiert. Seine Masterarbeit schrieb er zum Thema «Familiale Entscheidungsprozesse zwischen einem alkoholerkrankten Elternteil und seinen erwachsenen Kindern.» In der Arbeit wurden Unterstützungs- und Belastungssituation von erwachsenen Töchtern und Söhnen im Zusammenhang mit der Abhängigkeitserkrankung des Elternteils untersucht. Ebenso wurde nach Wirkungsfaktoren geforscht, welche die familiären Entscheidungsprozesse beeinflussen. Dabei steht die Frage im Raum, ob ein erfolgreiches Altern bei einer Alkoholabhängigkeit überhaupt möglich ist und was die Voraussetzungen dazu wären. Und schliesslich interessiert, welchen Nutzen Professionelle aus den gewonnenen Erkenntnissen für die Begleitung/Beratung erwachsener Töchter/Söhne von suchterkrankten Elternteilen ziehen können.
Die Arbeit ist auch in digitaler Form verfügbar und kann bestellt werden unter alternoSpam@bfh.ch.

Aufgeschnappt

Generationensolidarität auf dem Prüfstand

Was hält die Generationen weiterhin zusammen, wenn die Problematik der Finanzierbarkeit der AHV weiter zunimmt? Welche Wege können die Generationen zusammen einschlagen, welche Lösungen in Angriff nehmen, damit sie dem demografischen Wandel gerecht werden?
Die Radiosendung «Input» beleuchtete das Thema der Generationensolidarität in einem fünfzigminütigen Beitrag. Dabei wird nicht nur der Frage nachgegangen, welche Möglichkeiten der AHV-Revision es geben könnte. Es wird auch aufgezeigt, wie wichtig es ist, dass innerhalb von Familien Freiwilligenarbeit geleistet wird: Arbeit, die unbezahlbar und unendlich wichtig ist. Arbeit, die aber auch nach mehr Anerkennung in der Gesellschaft verlangt.
«Input», DRS3, 14. Oktober 2012

Veranstaltungen

Kurs: «Interdisziplinäre Zusammenarbeit und Case Management im Zusammenhang mit häuslichen Pflegesituationen»

Die ambulante Pflegesituation, auch bei Menschen im höheren Alter, gewinnt nicht zuletzt angesichts medizinischer und wirtschaftlicher Entwicklungen an Bedeutung. Sie stellt hohe Anforderungen an das unterstützende und pflegende Netz, in das oftmals eine ganze Menge unterschiedlichste Personen und Dienste involviert sind: pflegende Angehörige, SPITEX, Hausarzt, Therapien, Sozialberatung, Patientenberatung, Freiwillige etc. Oftmals müssen pflegende Angehörige ungewollt auch noch die Rolle der Koordination, evtl. sogar Vermittlung zwischen den verschiedenen Akteuren übernehmen.
Eine gute interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie eine fallbezogene Organisation im Sinne eines Case oder Care Managements sind nötig, damit Doppelspurigkeiten, Fehl- oder Überversorgung vermieden werden können und ein effizientes und effektives Handeln möglich ist. Was braucht es dazu? Wie und durch wen kann ein Case Management in solchen Situationen gelebt werden? Welche Möglichkeiten bieten Helferkonferenzen und was ist dabei zu beachten?
Diese und ähnliche Fragen werden im Kurs bearbeitet. Er findet am 5. und 6. Dezember sowie am 26. April statt (2 ½ Tage).
Weitere Informationen

Vielseitiges Kursangebot

Haben Sie Interesse an anderen Weiterbildungsthemen?
Zum aktuellen Kursprogramm

Auf Anfrage können aus unseren Studiengängen auch einzelne Tage als Kurstage besucht werden. Gerne beraten wir Sie persönlich: alternoSpam@bfh.ch. T +41 31 848 36 70

Vollständiges Weiterbildungsangebot

Vollständiges Weiterbildungsangebot

Nächste Infoveranstaltungen

Master-, Diploma-, Zertifikats-Studiengänge des Instituts Alter

Informieren Sie sich über unser umfassendes Studienangebot und die verschiedenen Abschlussmöglichkeiten. Die nächste Infoveranstaltung des Instituts Alter findet am Dienstag, 20. November 2012 in Bern statt.
Infoveranstaltung in Bern

News in eigener Sache

Pro-Senectute-Preis 2013

Um die theoretische und praktische Auseinandersetzung mit Altersfragen zu fördern, schreibt Pro Senectute Schweiz unter Mitbeteiligung des Instituts Alter zum 19. Mal einen Wettbewerb aus.
Teilnahmeberechtigt sind Verfasserinnen und Verfasser hervorragender, innovativer Master (MSc)-, Bachelor (BSc)-, Master of Advanced Studies (MAS)-, Diploma of Advanced Studies (DAS)-Arbeiten sowie Dissertationen zu Themen und Fragestellungen angewandter Gerontologie (Abschluss zwischen April 2011 bis November 2012). Arbeiten können bis 30. November 2012 eingereicht werden.
Weitere Informationen

Als Forscherin im Institut Alter

Michèle Métrailler arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut Alter. Sie leitet einerseits das Forschungsprojekt «Paarbeziehungen im Übergang in die Pensionierung» und andererseits ein Projekt zur Bedeutung des öffentlichen Raums für die Partizipation älterer Menschen.
Im folgenden Interview erfahren Sie von der Soziologin mehr über die Projekte, die Herausforderungen ihrer Arbeit und die Tätigkeiten, die ihr dabei am meisten Freude machen.
Zum Interview….

Publikationen

Gesundheitsratgeber «Älter werden in der Schweiz»

Ältere Arbeitsmigrantinnen und -migranten sind oftmals schlechter über Massnahmen zur Gesundheitsförderung informiert und nutzen Versorgungsangebote wie Spitex und Altersheime weniger stark als die gleichaltrige Schweizer Bevölkerung.
Im Rahmen des Nationalen Programms Migration und Gesundheit haben das Schweizerische Rote Kreuz und das Bundesamt für Gesundheit den neuen Gesundheitsratgeber «Älter werden in der Schweiz» herausgegeben. Dieser kann in acht Sprachen bezogen werden und fördert damit den chancengleichen Zugang zu Gesundheitsinformationen.
Gesundheitsratgeber «Älter werden in der Schweiz»

Aus dem Medienspiegel

Die Spitex hilft auch am Ferienort

Das Bieler Tagblatt berichtete über das Projekt Hotelspitex, ein Pilotprojekt im Kanton Bern, welches auch älteren, pflegebedürftigen Menschen ermöglicht, im Rahmen von Ferien im Hotel SPITEX-Leistungen zu beziehen. Am Projekt beteiligt ist unter anderem auch das Institut Alter mit der Untersuchung zu Nutzerprofilen und -bedürfnissen sowie durch die Mitwirkung in der Trägerschaft von  «Claire & George - Hotelspitex».
Bieler Tagblatt, 23. Juli 2012

Manche stehen mit 40 Jahren wieder ganz am Anfang

Beruflich nochmals einen Neustart wagen, das ist der Wunsch von vielen Menschen in der zweiten Lebenshälfte. Ein Mann, der diesen Schritt gewagt hat, ist Beat Bühlmann, der einen MAS Gerontologie an der Berner Fachhochschule abgeschlossen hat. In einem Artikel des «Tages-Anzeigers» werden der Gerontologe und zwei weitere Männer, die sich der Herausforderung einer beruflichen Neuorientierung gestellt haben, porträtiert.
Tages-Anzeiger, 11. Juni 2012

Hinweis

Fachbereich Soziale Arbeit mit neuem Newsletter

Im Fachbereich Soziale Arbeit der Berner Fachhochschule erscheint ab 2013 ein E-Newsletter. In Ergänzung zum Magazin «impuls» enthält er kurze fachliche Beiträge, allgemeine News aus dem Fachbereich und er informiert über Veranstaltungs- und Weiterbildungshinweise aus den Schwerpunkten Soziale Intervention, Soziale Organisation, Soziale Sicherheit und Sozialisation und Resozialisierung.
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