Institut Alter 14. Juni 2012
Institut Alter
 

Newsletter des Instituts Alter

Der Newsletter des Instituts Alter der Berner Fachhochschule erscheint ca. 5-6 x jährlich und informiert Sie über Aktualitäten aus dem Institut, über Fachbeiträge, laufende Fachdiskussionen und spannende Weiterbildungsangebote. Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre.

Freundliche Grüsse
Elsmarie Stricker, Leiterin Bildung
elsmarie.strickernoSpam@bfh.ch, T +41 31 848 36 73

Im Fokus

Das neue Institut Alter stellt sich vor

Das Institut Alter ist Anfang 2012 gegründet worden. In ihm integriert sind

  • das bisherige Kompetenzzentrum Gerontologie
  • der frühere Forschungsschwerpunkt Alter, Alterspolitik und Generationenbeziehungen des Fachbereichs Soziale Arbeit
  • die Kompetenzen des Fachbereichs Gesundheit in den Bereichen Bewegung, Ernährung und Pflege im Alter sowie
  • die Kompetenzen des Fachbereichs Wirtschaft in Betriebswirtschaft, insbesondere Human Resources Management, und Volkswirtschaft.

Entsprechend kooperieren Im Institut Alter Expertinnen und Experten unterschiedlicher Fachrichtungen zum Thema Alter in den Bereichen Weiterbildung, Dienstleistungen sowie angewandte Forschung und Entwicklung. Ziel ist es, die dadurch entstehenden Synergien zur Entwicklung nachhaltiger und zukunftsweisender Handlungsstrategien für die Alters- und Generationenfragen unserer sich wandelnden Gesellschaft zu nutzen.

Institut Alter - Portrait

Das neue Institut Alter stellt sich vor (impuls 2/2012, PDF)

Aufgeschnappt

Soziale Absicherung unbezahlter Care-Arbeit

«Die Übernahme von unbezahlter Care-Arbeit in der Form von Betreuungs-, Sorge- und Pflegeaufgaben für Kinder sowie für pflege- und betreuungsbedürftige Erwachsene trägt viel zum Wohlstand bei, ist aber gleichzeitig mit beträchtlichen Benachteiligungen verbunden. Sie stellt in der Schweiz heute ein Armutsrisiko dar, denn die soziale Absicherung greift in diesem Bereich oft nicht. Dies kann sich auch als strukturelle Hürde für eine gleichstellungsorientierte Arbeitsteilung von Paaren auswirken.»

Das Grundlagenpapier «Absicherung unbezahlter Care-Arbeit von Frauen und Männern» des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) behandelt diese Thematik und stellt Lösungen zur Diskussion, wie Care-Arbeit sozial besser abgesichert werden kann. Care-Arbeitende, und dazu gehören auch die pflegenden Angehörigen, sollen in der Arbeitswelt und in ihrer eigenen sozialen Absicherung nicht länger mit nachteiligen Folgen rechnen müssen, wenn sie familiäre Betreuungsarbeit leisten. Insbesondere werden im Bericht die geschlechtsspezifischen Fragestellungen thematisiert, da Care-Arbeit zu einem wesentlichen Teil von Frauen geleistet wird.

EBG-Bericht Soziale Absicherung unbezahlter Care-Arbeit (PDF)

Sind Sie interessiert am Support von pflegenden und betreuenden Angehörigen? Im DAS-Studiengang Angehörigen- und Freiwilligen-Support  entwickeln Sie eine umfassende Kompetenz zur Unterstützung pflegender Angehöriger sowie zum Aufbau von geeigneten institutionellen Unterstützungsangeboten. 

Veranstaltungen

Impulsveranstaltung: «Wut aus Angst, Angst vor Wut» – Umgang mit herausforderndem Verhalten bei Demenz

27. Juni 2012
Referentin: Nicole Richard, Institut für Integrative Validation, Kassel

Menschen mit Demenz befinden sich in anderen Erlebniswirklichkeiten, sie machen «Zeitsprünge» und erleben «innere Realitäten». Wutausbrüche oder Ärger der von der Krankheit betroffenen Personen erschrecken und überfordern Pflegende und Angehörige oftmals. Häufig werden an Demenz Erkrankte dann als aggressiv bezeichnet – diese sogenannte Aggression ist aber nichts anderes als Selbstbehauptung, das Bedürfnis nach Kontakt, Auseinandersetzung und Kommunikation.
Weitere Informationen und Anmeldung

Tagung: «Ambulante Pflege und Unterstützung zu Hause aus der Sicht von Betroffenen und der Spitex»

6. September 2012
Ergebnisse aus zwei Untersuchungen

Soll auch in Zukunft eine zufriedenstellende ambulante Betreuung und Pflege im Alter gewährleistet sein, ist eine optimale Zusammenarbeit zwischen Angehörigen, Fachpersonen und Freiwilligen zunehmend wichtig. Der Unterstützungsbedarf älterer Menschen sowie die Leistungsfähigkeit und Defizite bestehender Unterstützungsformen sind wichtige Grundlagen, um Massnahmen für eine zukünftige Gesundheits- und Alterspolitik abzuleiten. Die Studie «Ambulante Alterspflege und Altershilfe» der Berner Fachhochschule beschreibt, wo Handlungsbedarf besteht. Sie gibt aus Sicht der Betroffenen Hinweise zur Gestaltung der Lebenssituation älterer pflege- und unterstützungsbedürftiger Personen. Das Forschungsprojekt «SwissAgeCare2010» des Spitex Verbands Schweiz zeigt, dass Angehörige viel mehr Zeit in die Pflege von Familienmitgliedern investieren, als sie eigentlich möchten. Unterstützt werden sie dabei in erster Linie von Verwandten. Für eine Auszeit und im Notfall fehlt aber meistens Ersatz. Die Ergebnisse der beiden Studien werden an dieser Tagung vorgestellt. Sie bilden die Grundlage, um den Handlungsbedarf zu identifizieren und Vorschläge zur Umsetzung zu erarbeiten.
Weitere Informationen und Anmeldung

Kursprogramm

Haben Sie Interesse an kürzeren Weiterbildungseinheiten?
Aktuelles Kursprogramm

Auf Anfrage können aus unseren Studiengängen auch einzelne Tage als Kurstage besucht werden. Gerne beraten wir Sie persönlich: alternoSpam@bfh.ch, T +41 31 848 36 70

Nächste Infoveranstaltungen

Master-, Diploma-, Zertifikats-Studiengänge des Kompetenzzentrums Gerontologie

Informieren Sie sich über unser umfassendes Studienangebot und die verschiedenen Abschlussmöglichkeiten. Die nächsten Infoveranstaltungen des Instituts Alter finden am Mittwoch, 20. Juni 2012 in Bern sowie am Montag, 25. Juni 2012 in Zürich statt.

Infoveranstaltung in Bern
Infoveanstaltung in Zürich

News in eigener Sache

Die Leiterin des Instituts Alter stellt sich vor

Prof. Dr. Stefanie Becker hat per 1. Februar 2012 die Leitung des neuen Instituts Alter an der Berner Fachhochschule übernommen. Zeitgleich wurde sie in das Amt der Präsidentin der Schweizerischen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (SGG-SSG) gewählt. Wir haben die Gerontologin zu ihren Erwartungen, ihren Zielen und ihrem persönlichen Bezug zum Thema «Altern» befragt.
Zum Interview...

Publikationen

Schlüsselqualifikationen im Alter: Diversifizierung der Lebensgestaltung

Das Alter ist unser aller Zukunftsperspektive. Alt zu sein gilt jedoch – nicht zuletzt aufgrund vorherrschender Altersstereotype und Jugendorientierung – als nicht erstrebenswert. Mit dem Ansatz der Diversifizierung der Lebensgestaltung wird das Alter aus der Grauzone des Ruhestandes herausgeholt.

Schlüsselqualifikation im Alter: Diversifizierung der Lebensgestaltung (impuls 2/2012, PDF)

Aus dem Medienspiegel

Projekt Hotelspitex sucht Kundschaft

Wer von der Spitex Dienstleistungen bezieht, geht kaum noch in die Ferien – obwohl der Wunsch nach einer Auszeit vom Alltag auch bei alten, pflegebedürftigen Menschen besteht. Mit dem Hotelspitex-Projekt «Claire & George» soll die Grundlage für eine nationale Hotelspitex geschaffen werden. Das Projekt wird von der Life Science Communication AG, dem Institut Alter und der Hotelleriesuisse in Zusammenarbeit mit der Spitex-Organisation im Kanton Bern durchgeführt.

Schauplatz Spitex, Ausgabe 1/2012 (PDF)

Zu Fuss unterwegs - sicher bis ins hohe Alter

Verena Rytz, Absolventin des DAS-Studiengangs Bewegungsbasierte Altersarbeit am Institut Alter, leitete zusammen mit Dominik Bucheli vom Fussverkehr Schweiz die Informationsveranstaltung «Zu Fuss unterwegs – sicher bis ins hohe Alter».

Elgger / Aadorfer Zeitung, 31.03.2012 (PDF)

Studienangebot DAS Bewegungsbasierte Altersarbeit